Um an einer dramatherapeutischen Sitzung teilzunehmen, braucht der Klient keinerlei Vorkenntnisse oder schauspielerisches Können mitzubringen.
Der dramatherapeutische Aufbau bedient sich einer Vielzahl von Methoden, die von Sitzung zu Sitzung den Zugang zum Spielen erleichtern und greifbar machen.
Das Wort „Drama“ selbst stammt aus dem altgriechischen dráma und bedeutet „Handlung“.
Schon in der Antike diente das Theaterspielen der Wiedergabe und somit der distanzierten Wiederbelebung besonders tragischer Handlungen und Erlebnisse.
Die Vorführung hatte als Ziel, sowohl den Darstellern
als auch den Zuschauern die Möglichkeit zu bieten, innerhalb eines geschützten Raumes das Erlebte
zu durchleuchten, zu begreifen und anzunehmen.
Theater zu spielen und zu erleben, galt als heilbringend.
Genauso dient „Spielen“ oder „Handeln“, sowohl aus der theatralischen als auch aus der kindlichen Perspektive, als therapeutische Möglichkeit für den symbolischen Ausdruck von unterdrückten Gefühlen.
Wir probieren im Spiel das Leben aus und gelangen dadurch zu einer erweiterten Wahrnehmung und zu einem erhöhten Bewusstsein.